100 Tage Trump. Letzte Warnung vor der Aktienblase.

Donald Trump ist nun 100 Tage Präsident und beginnt mindestens so schlecht, wie erwartet. Auch für meine meine Geldanlage-Strategie ist dieses Umfeld sehr fragwürdig. Ich muss zugeben, dass ich mit meinen Prognosen zum Entwicklung der Wertpapiermärkte nach dem  Wahlsieg von Trump ziemlich schief lag. Ich hat erwartet, das die amerikanische Notenbank FED noch vor Weihnachten eine erste Zinsanhebung durchführen wird und die weltweiten Finanzmärkte in eine Seitwärtsbewegung laufen und danach eine schleichende Abwärtsbewegung in Nordamerika und in Europa mit Verlusten bis zu 15 Prozent einsetzt.

Stattdessen erreichten Dow Jones und DAX Rekordhöhen. Der Dow Jones knackte sogar die Marke von 21.000 Punkten. Der DAX erreicht nach den Wahlen in Frankreich sein Allzeithoch. Damit habe ich leider die letzten Prozente der Aufwärtsbewegung verpasst, da ich, wie empfohlen, bereits im Spätherbst nahezu alle Aktienbestände verkauft habe.

Warum erreichen die Aktienmärkte – trotz Trump – Rekorde?

Die Aussicht auf schnelleres Wachstum durch ein von Trump angekündigtes Konjunkturprogramm hat die US-Börsen seit den Wahlen beflügelt. Daneben werden seine Protektionismusbemühungen und sein „America first“ Unternehmen zwingen Arbeitsplätze und Investitionen in den USA zu belassen. Trumps erste Schritte als US-Präsident haben anscheinend vieles bestätigt, was sich Anleger erhofft hatten. So zeige sich Trump extrem unternehmens- und wirtschaftsfreundlich.

Wie geht es weiter?

Ich bleibe weiterhin pessimistisch für das Börsenjahr 2017. Der neue mächtigste Mann der Welt ist in der Lage mit unüberlegten Äußerungen innerhalb von Stunden für massive Unsicherheiten in der internationalen Politik und Wirtschaft zu sorgen.

In letzter Zeit sehen wir an den wichtigsten Aktienmärkten eine Seitwärtsbewegung. Der Effekt der Niedrigzinsen führte zu einer Überbewertung der Aktien und auch von deutschen Immobilien. Erstaunlicherweise haben die Aktionen von Trump in Syrien und Nordkorea die Aktienmärkte völlig unberührt gelassen. Aber auch das halte ich für den Beweis einer Blase. Kein Anleger weis, wo er sein Geld alternativ anlegen sollen. Das einzige Krisen-Kriterium, was mir in meinem Umfeld fehlt, ist, dass alle über Aktien reden und jeder investiert ist. Wahrscheinlich sitzt die Finanzkrise von 2009 noch zu tief. Ich denke jedoch, dass wir jetzt sehr kurz vor einer Korrektur der wichtigsten Aktienmärkte stehen. Eine ernsthafte politische Krise und die Abwärtsbewegung setzt ein.

 

Mein Fazit: Wachsam bleiben, das Pulver trocken halten und günstig Einsteigen, wenn eine ernsthafte Korrektur an den großen Finanzmärkten erfolgt ist.

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3 Replies to “100 Tage Trump. Letzte Warnung vor der Aktienblase.”

  1. Blablabla, Korrektur überfällig, Blasenbildung, Trump, Nordkorea, EZB, Krieg, schnell aussteigen etc. etc.

    Market Timing funktioniert nicht, nach der Prognose und dem unnötigen Ausstieg im letzten Jahr hast du viel zu viel Rendite verpasst. Nicht so pessimistisch sein und Holden! So schwer kann das doch nicht sein.

    1. Hallo Market Timer,
      hinterher ist man natürlich, wie überall im Leben, schlauer. Da ich alle Aktienzyklen seit Ende der Neunziger mitgemacht habe, kenne ich den Schmerz massiver Verluste, die man erst nach Jahren aufholt. Daher stehe ich zur alten Börsenweisheit: „An Gewinnmitnahmen ist noch niemand gestorben“ und verzichte im Zweifel auf die möglichen letzten 5 Prozent.
      Der Anleger

  2. Darf ich mal zusammenfassen?
    Trump: doof.
    Aktienmärkte: zu hoch, also auch doof.
    Seitwärtsbewegung: doof.
    Zinsniveau: auch doof, sowohl das steigende in den USA (welches übrigens ein Faktor für steigende Kurse ist), als auch das niedrige in Europa.
    Alles in allem ist es so doof, dass keine Euphorie und keine Blase vorliegt und die Märkte nach oben gehen werden.
    Übrigens steigt der DAX wegen der Dividendenzahlungen auf solche Höhen. Überbewertung ermittelt man aber, wenn man sich das Niveau des DAXes Ex-Dividende ansieht.
    Schlimm wird es erst, wenn nichts mehr doof ist.

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