Investmentfonds

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Ein Investmentfonds ist ein von einer Kapitalanlagegesellschaft verwaltetes Sondervermögen, das in Wertgegenständen wie Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffen u. ä. angelegt wird. Man unterscheidet zwischen offenen und geschlossenen Fonds. Bei offenen Fonds können Anteile zu jeder Zeit erworben, vor allem aber an den Herausgeber zurückgegeben werden. Geschlossene Fonds sind unternehmerische Beteiligungen mit meist einer begrenzten Laufzeit. Eine Anteilsrückgabe ist nicht möglich, auch ein Anteilserwerb nach Erreichung des geplanten Volumens nicht. Durch den Status des Sondervermögens ist der Fonds auch im Falle der Insolvenz des Emittenten sicher.

Erträge fallen, wie bei Aktien und Anleihen in Form von Kursgewinnen des Fonds oder durch Erträge aus Dividenden und Zinsen an.

Fonds werden durch die Fondsgesellschaft aktiv gemanagt. Je breiter ein Fonds aufgestellt ist, umso geringer ist das Risiko gegenüber der Einzelanlage (Aktie oder Anleihe). Gewinne oder Verluste folgen meist dem Markttrend.

  1. Aufgrund des aktiven Managements fallen bei Fonds Kosten an, die das Anlageergebnis schmälern.
  2. Ausgabeaufschlag: Zwischen aktuellem Kurswert und dem Kaufpreis des Fonds liegen sogenannte Ausgabeaufschläge von bis zu 5 Prozent. Diese müssen Sie erst einmal aufholen, bevor Sie  in der Gewinnzone sind.
  3. Verwaltungsgebühr: Pro Jahr fallen Verwaltungsgebühren von bis zu 2 Prozent an. Auch hier gilt: Diese müssen verdient werden.

Man kann grob folgende Arten von Imvestmentfonds unterscheiden:

Geldmarktfonds

Als Geldmarkt bezeichnet man den kurzfristigen Handel – vor allem von Zentralbankgeld – zwischen Banken und Versicherungen. Die Verzinsung ist in der Regel geringfügig höher, als die die Privatanleger von Banken erhalten. Für Geldmarktfonds werden von Emittenten fast nie ein Ausgabeaufschlag und nur eine sehr geringe Verwaltungsgebühr verlangt. Daher eignen sich Geldmarktfonds für kurzfristiges Parken von Geldmitteln über einen Zeitraum bis etwa 6 Monate. Für einen längeren Zeithorizont wären dann Festgelder sinnvoller.

Aktienfonds

Aktienfonds investieren, wie der Name schon sagt, in Aktien. In den Investitionsbedingungen des jeweiligen Fonds sind die Spielregeln festgelegt, z. B. wieviel des Fondsvermögens investiert werden kann und wieviel Liquidität (als verfügbares Geld) minimal oder maximal vorhanden sein muss. Die Fonds können nach geografischen Kriterien, wie Länder, Regionen, Kontinenten, nach Branchen, nach Schwerpunkten, wie etwa Rohstoffen und und und ausgerichtet sein. Sie finden für fast jeden Anlagenwunsch in Aktien den passenden Aktienfonds. Aktienfonds eigenen sich gut für die private Geldanlage. Der Anlagezeitraum sollte auf mindestens fünf bis zehn Jahre ausgerichtet sein.

Rentenfonds

Rentenfonds investieren in Rentenpapiere. Renten sind zinsbringende Wertpapiere wie Anleihen, Schuldverschreibungen, Pfandbriefe, Rentenpapiere, Obligationen usw. Genau wie bei Aktienfonds kann nach geografischen Kriterien, wie Länder, Regionen, Kontinenten, nach Branchen, also nach beliebigen Schwerpunkten investiert werden. In den Investitionsbedingungen des jeweiligen Fonds sind die Spielregeln festgelegt, z. B. wie viel des Fondsvermögens investiert werden kann und wie viel Liquidität (als verfügbares Geld) minimal oder maximal vorhanden sein muss. Sie finden für fast jeden Anlagenwunsch in Zinspapiere den passenden Fonds. Bei Rentenpapieren spielt die Risikobereitschaft eine große Rolle. Die Schuldner werden in sogenannte Ratings klassifiziert. Dies erfolgt durch Ratingagenturen, wie Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch Ratings. In der Regel werden Sie mit einem südamerikanischen Rentenfonds Chancen auf höhere Zinsen haben, als im einem auf Deutschland ausgerichteten. Im Gegenzug müssen Sie jedoch ein Währungsrisiko und ein Ausfallrisiko vom Schuldner akzeptieren. Rentenfonds eignen sich ebenfalls gut für die private Geldanlage. Der Anlagezeitraum sollte auf mindestens fünf Jahre ausgerichtet sein. Siehe auch Anleihen.

Rohstofffonds

… investieren in Rohstoffe.

Immobilienfonds

Immobilienfonds sind eine sehr gute Alternative für Anleger, die keine einzelne Immobilie – Haus oder Eigentums­wohnung – kaufen möchten. Es gibt offene Immobilienfonds und geschlossene. Die Unterschiede zu kennen, ist extrem wichtig, wie es die letzte Finanzkrise gezeigt hat. Durch den Kauf offener Immobilienfonds beteiligen sie sich an Büro­gebäuden, Hotels oder Miets­häusern. Bei offenen Immobilienfonds ist das Fondsvermögen nicht gedeckelt. Es steigt, wenn neue Anleger Anteile erwerben und dem Fonds Mittel zufließen. Bei offenen Fonds können Sie jederzeit Anteile kaufen und verkaufen.  Geschlossene Immobilienfonds werden zumeist für ein konkretes Objekt aufgelegt. Ist die notwendige Investitionssumme erreicht, wird der Fonds „geschlossen“. Wenn Sie einen Anteil an einem geschlossenen Immobilienfonds kaufen, werden Sie zum Mitunternehmer und am Gewinn und Verlust beteiligt. Die Laufzeiten für solche Fonds sind auf 10 bis 30 Jahre angesetzt. Wenn Sie die Anteile vorzeitig verkaufen wollen, müssen Sie selbst einen Abnehmer finden. Ein Handel an einer Börse existiert nicht. Offene Immobilienfonds sind für Privatanleger durchaus interessant. Von geschlossenen würde ich persönlich abraten.

Mischfonds

Mischfonds mischen die Anlage in Aktie, Renten etc. Für den Aufbau und die Ausrichtung solcher Fonds gilt das Gleiche, was bei Aktien- und Rentenfonds ausgeführt wurde. Sinn der Mischfonds ist es, durch noch breitere Streuung in den Wertpapierkategorien das Risiko zu reduzieren. Sehr gut für sicherheitsorientierte Anleger.

Dachfonds

Dachfonds sind eine sehr witzige Konstruktion. Um das Risiko nochmals zu senken, kauft der Dachfonds andere Fonds nach vorgegebenen Regeln. Meist kauft der Dachfonds Aktien- und Rentenfonds der gleichen Investmentgesellschaft. Durch die Kumulation der Ausgabeaufschläge und Verwaltungsgebühren der einzelnen Fonds als Bestandteil des Dachfonds sind die Nebenkosten sehr hoch. M. E. ist dies unnötig. Dann kaufen Sie lieber eine selbst zusammengestellte Mischung verschiedener Fonds.

Ausschüttend und thesaurierend

Wird die Ausschüttung (Ertrag des Fonds) direkt wieder in Fondsanteile des gleichen Fonds investiert, so spricht man von einem thesaurierenden Fonds. Wird der Gegenwert als Geldwert auf das Konto des Fondsbesitzers überwiesen, so handelt es sich um einen ausschüttenden Fonds.

Mein Fazit: Grundsätzlich kann man Investmentfonds für die private Geldanlage empfehlen. Sie reduzieren das Risiko gegenüber der Einzelanlage deutlich. Es gibt tausende Fonds, die nahezu jeden Anlageschwerpunkt abdecken. Somit können Sie Ihre Markteinschätzungen und Ihre Risikoaffinität entscheiden lassen. Nahezu alle Statistiken zeigen, dass sich das aktive Management der „Fondsmanager“ nicht auszahlt. Oft liegt die Wertentwicklung gegenüber den Referenzindex (wie der DAX, DowJones oder Branchenindizes) zurück. Dagegen stehen Ausgabeaufschläge und Verwaltungsgebühren. Investmentfonds sind gut – besser sind aus meiner Sicht daher passiv gemanagte Fond → ETFs.

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