Sonstige Wertpapiere

Diesen Beitrag per E-Mail versenden
Sie können maximal fünf Empfänger angeben. Diese bitte durch Kommas trennen.





Die hier eingegebenen Daten werden nur dazu verwendet, die E-Mail in Ihrem Namen zu versenden. Sie werden nicht gespeichert und es erfolgt keine Weitergabe an Dritte oder eine Analyse zu Marketing-Zwecken.

Hier erhalten Sie einen kurzen Überblick über weitere Arten von Wertpapieren.

Swaps

Mit Swaps können Zahlungsströme fast beliebiger Natur getauscht werden. Dadurch können gezielt finanzielle Risiken in der Finanzierung, in der Bilanzstruktur oder in der Absicherung eines Portfolios optimiert werden. Swaps können leichter handelbar sein und ihre Märkte liquider sein als die Märkte ihrer Basiswerte. Außerdem erlauben Swaps wie andere Derivate, Risiken einzeln und getrennt von den zugehörigen Basiswerten zu handeln.

Optionsscheine

Optionsscheine werden auch Warants genannt. Optionsscheine werden ursprünglich zusammen mit einer entsprechenden Optionsanleihe herausgegeben, wobei die Anleihe aber auch ohne Optionsscheine sowie die Optionsscheine für sich genommen gehandelt werden können. Je nach Ausstattung berechtigen solche Optionsscheine innerhalb einer bestimmten Zeitspanne zum Bezug von Devisen, Aktien, Edelmetallen usw. in einem bestimmten Verhältnis (Bezugsverhältnis) zu einem bestimmten, vorher festgelegten Preis. Interessant ist die Spekulation mit solchen Optionsscheinen für den Anleger deshalb, weil sich die Kursentwicklung des dem Optionsrecht zugrundeliegenden Basiswerts, z. B. die einer Aktie, im allgemeinen überproportional auf die Kursentwicklung des Scheins auswirkt. Statt etwa die Aktie zum Kurs von 1000 Euro direkt zu kaufen, kauft er über den Optionsschein das Recht, diese Aktie beispielsweise zum Bezugspreis von 900 Euro während der Laufzeit des Scheins beziehen zu können. Da diese Aktie aktuell aber um 100 Euro höher notiert, müsste der Preis für den Erwerb dieses Rechts, also der Optionsscheine, mindestens bei 100 Euro (innerer Wert des Optionsscheines) liegen; in der Regel liegt er aber je nach Laufzeit des Ausübungsrechts weit darüber, also etwa bei 200 Euro. Bei Optionsscheinen ergibt sich also ein sogenannter Hebel aus dem Verhältnis von Optionsschein und Basiswert. Dies aber nach unten und oben, was Chance und Risiko gleichermaßen erhöht.

Zertifikate

Zertifikate sind Wertpapiere, mit denen Sie von der Entwicklung eines bestimmten Basiswertes profitieren können. Dieser Basiswert kann bspw. eine Aktie sein, aber auch ein Index, Rohstoff o. ä. Zertifikate  sind Schuldverschreibungen. Meldet der Emittent also Insolvenz an, können Sie als Anleger schlimmstenfalls nichts zurückbekommen. Denn im Gegensatz zu Fonds sind Zertifikate kein Sondervermögen und unterliegen damit der Insolvenzmasse.  Mit Zertifikaten kann sowohl auf steigende als auch fallende und sogar seitwärts tendierende Kursverläufe gewettet werden. Der Handel kann dabei über die Börse oder auch die herausgebende Bank erfolgen. Verkauft der Anleger das Zertifikat nicht bereits zu einem früheren Zeitpunkt, erhält er am Tag der Fälligkeit den Wert der Schuldverschreibung zurückbezahlt. Durch diverseste Konstruktionen kann ein Zertifikat jeweils vollkommen unterschiedliche Chancen und Risiken aufweisen.

Das Thema Zertifikate ist extrem komplex. Daher noch ein weiterführender Buchtipp.

Zertifikate
Crashkurs Zertifikate. Konstruktionen, Chancen, Risiken – dieses Buch macht Einsteiger fit für eine der beliebtesten Anlagemethoden der Welt!

 

Ich empfehle von den hier benannten Wertpapierkategorien als Privatanleger die Finger zu lassen. Die Wirkungsweise ist schwer bis gar nicht verständlich. Zudem steigen die Risiken erheblich, Totalverluste sind möglich. Ihr empfehlender Anlageberater wird sich im Zweifel über ein Beratungsprotokoll abgesichert haben.

Für dennoch Interessierte kann ich dieses Buch empfehlen:

Optionsscheine

Erfolgreich Handeln mit Turbos und Optionsscheinen