Anleihen

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Anleihen oder auch verzinsliche Wertpapiere sind ein Sammelbegriff für alle Formen von zinsbringenden Wertpapieren, die in der Regel zur langfristigen Fremdfinanzierung bzw. der Geldanlage dienen. Hierzu zählen Anleihen, Schuldverschreibungen, Pfandbriefe, Rentenpapiere, Obligationen usw.

Im wesentlichen gibt es drei Gruppen von Emittenten (Herausgeber):

  1. Öffentliche, wie Staaten, Bundesstaaten, Länder, Gemeinden, Körperschaften zu Finanzierung der öffentlichen Haushalte.
  2. Kreditinstitute zur Finanzierung des Kreditgeschäfts.
  3. Unternehmensanleihen in Form von Inhaberschuldverschreibungen als Finanzierungsquelle.

Als Anleger haben Sie zwei Einnahmequellen:

  • Wertsteigerung des Papiers aufgrund der Zinsentwicklung – Kursgewinne.
  • Zahlung von Zinsen (auch Renten).

Die meisten Anleihenskurse  werden in Prozent des jeweiligen Nominalwerts angegeben. Ein Kurs von 102,30 bedeutet also, dass der Käufer 102,30% des Nominalwerts der Anleihe beim Kauf zu bezahlen hat.

Als Anleihekäufer tragen Sie folgende wesentliche Risikien:

  1. Der Schuldner fällt aus: Das Unternehmen, welches die Anleihe emitiert hat könnte in Insolvenz gehen.
  2. Das Zinsänderungsrisiko: Nehmen Sie an, Ihre Anleihe wird mit 2 % verzinst. Nach einiger Zeit steigt die markübliche Verzinsung für Papiere mit vergleichbarem Risiko auf 4%. Dann kann der Kurswert Ihrer Anleihe nur sinken, da bessere Papiere am Markt verfügbar sein werden. Da der Nennwert von Anleihen zum Ende der Laufzeit zurückgezahlt wird, kommt es zur sogenannten Nennwertkonvergenz. Die Kurse der Anleihen bewegen sich also gegen Ende der Laufzeit in Richtung des Nennwerts.
  3. Das Währungsrisiko: Trotz toller Kursentwicklung und guter Verzinsung kann es sein, dass bei Fremdwähungsanleihen über die Laufzeit eine Abwertung der jeweiligen Landeswährung erfolgt und der umgerechnete Kurswert unter dem Einstandswert liegt.

Grundsätzlich gilt für Anleihen (wie für fast jede Geldanlage):
Je höher das Risiko, umso höher die Verzinsung und umgekehrt!

Die Schuldner werden in sogenannte Ratings klassifiziert. Dies erfolgt durch Ratingagenturen, wie Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch Ratings.
Beispielweise ist bei Anleihen des Deutschen Staates die Verzinsung sehr gering. Dafür sind die Zahlung der Zinsen und die Rückzahlung extrem sicher.
Andererseits wird die Anleihe eines Unternehmens, welches dringend nachfinanzieren muss, sehr gut verzinst werden. Jedoch werden Sie hierbei als Anleger deutlich unruhiger schlafen.

Tiefergehende Information findet man in nachfolgendem Buch eines bekannten Anlageberaters:

 

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Der einfache Weg zum Wohlstand: Mehr verdienen, weniger riskieren und besser schlafen