Börsenfusion Frankfurt & London – Was bedeutet das für Privatanleger?




Die Fusion der Börsen in Frankfurt und London wird kommen. Nun drücken beide Seiten aufs Tempo: Die wichtigsten Posten sind bereits verteilt. Die Mega-Börse soll von London aus geführt werden. Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter soll das Schwergewicht mit Hauptsitzen in Frankfurt und London leiten. Seinen rechtlichen Sitz soll der neu geschaffene Konzern in der britischen Hauptstadt haben. Vorgesehen ist, die aus Deutscher Börse und LSE gebildete Gruppe, als Gesellschaft nach britischem Recht zu führen. Der seit sieben Jahren amtierende London Stock Exchange-Chef Xavier Rolet wird das Unternehmen verlassen, sobald der Deal vollständig abgeschlossen ist. Zustimmen müssen einer Fusion unter anderem die EU-Wettbewerbshüter. Brüssel hatte den letzten großen Anlauf der Frankfurter zu einer Megafusion mit der New Yorker Börse NYSE Anfang 2012 verhindert.

Was bedeutet die Börsenfusion für den Privatanleger?

Weniger Wettbewerb ist normalerweise nicht gut für den Endkunden. Produkte, Leistungen und Handelsoptionen, die der Privatanleger gewohnt ist, könnten entfallen. Die Fusion muss ja die geplanten Kosteneffekte erbringen. Des Weiteren führt große Marktmacht zu höheren Preisen. Also eher nicht so toll für uns.

Positiv ist, dass als Reaktion auf die geplante Börsenfusion Frankfurt & London  Consors plant eine eigene Börse für Privatanleger zu etablieren . Die residiert nicht am Main, sondern mit der Übernahme der Berliner Effektengesellschaft durch Consors wohl an der Spree. Damit stellt sich Reto Francioni, Ex-Vize der Deutschen Börse, ausgerechnet gegen seinen früheren Chef -Börsenvorstand Werner Seifert, der die deutsch-britische Lösung einfädelte. Der Schweizer plant mit der Berliner Börse „eine Plattform, die auf die Bedürfnisse der Privatanleger passgenau abgestimmt“ ist. Consors will einen „best price“ bieten, der mindestens der Qualität im elektronischen Xetra-System entspricht. Daraus könnten Vorteile für uns Privatanleger entstehen.

 

Mein Fazit: Abwarten und Tee trinken. Mal schauen, was die Wettbewerbsbehörden sagen. Der Privatanleger muss dann einfach mit dem Endergebnis leben und das Beste daraus machen.


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