Der Sieger der epischen Schlacht – der Staubsaugerroboter Xiaomi Mi Robot Vacuum.

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Vor etwa einem halben Jahr hatte ich mich intensiv mit der Beschaffung eines Staubsaugerroboters (Die epische Schlacht) zur Gewinnung von Freizeit und Muse für schönere Tätigkeiten als Putzen beschäftigt. Quasi mitten in der Kaufentscheidung habe ich noch eine Praxismeinung aus meinem privaten Umfeld erhalten und dann meine ursprünglich Nummer 2, den Xiaomi Mi iRobot Vacuum, erworben.

Der Xiaomi kostet etwa ein Drittel dessen, was für ein Gerät des Marktführers Roomba aufgerufen wird. Was kann der Chinese? Ein Erfahrungsbericht.

Das Gerät

Der chinesische Roboter ist reichlich mit Sensoren ausgestattet, neben Ultraschall-, Infrarotsensoren gibt es auch Beschleunigungssensoren, Gyroskop und ein Laser-Scanner. Erwähnenswert ist auch noch, dass der Xiaomi Mi Robot Vacuum über einen integrierten Lithium Akku mit besonders großer Kapazität verfügt, nämlich 5200 mAh. Das Schmutzfach hat einen integrierten Hepa-Filter. Die Bauhöhe beträgt 10 cm. Die Lautstärke liegt laut Werksangaben zwischen 64 und 67 dB je nach Modus. Es gibt auch ein Smartphone App, die sowohl für IOS als auch Android verfügbar ist, seit kurzem auch in englischer Sprache erhältlich.

So sieht er aus.

Installation

Der Xiaomi kommt mit Ladestation und einem Reinigungskamm für die Bürste. Der Stecker muss mittels Adapter an deutsche Steckdosen angeschlossen werden. Bei mir war netterweise ein solcher dabei. Die Grundinstallation ist in fünf Minuten erledigt. Die nur in Chinesisch beiliegende Anleitung braucht man kaum. Die Grundfunktionen können mittels zwei Tasten (Einschalter, Home-Taste) problemlos bedient werden. In der Grundauslieferung spricht der Robot sehr niedliches Chinesisch.

Für alle weiteren Funktionen muss man die App installieren. Bei mir war die Einbindung ins WLAN etwas haklig (und das als IT-Profi). Aber dank YouTube war das Problem lösbar – fürs reseten des Wi-Fi beide Tasten gleichzeitig mehrere Sekunden drücken. Zunächst die App auf Englisch stellen und dann auch noch das Roboter-Sprachpaket umstellen. Zwingende Voraussetzung ist, dass man einen Xiaomi-Account anlegt. Damit liegen alle Daten in der chinesischen Wolke!

Mittels App stehen diverse Auswertungsfunktionen, wie Akkustand, gesaugte Quadratmeter und Reinigungsprotokoll (mit Visualisierung Deiner Wohnung) zur Verfügung. Dazu kann man den Robo von jedem Platz der Welt steuern, sofern man Netz hat. Dazu gehört auch die Zeitstörung. Hier ist das witzige Detail zu beachten, dass man Staubi nach chinesischer Zeit einstellen muss. Bei mir machte er seine erste Ausfahrt 3 Uhr nachts! Die Einstellung der Saugstärke ist ebenfalls ausschließlich per App machbar.

Wichtig: Der Xiaomi Mi Robot kann problemlos ohne App im Handbetrieb betrieben werden.

Alles in allem ist die Installation ohne ernsthafte Schwierigkeiten zu bewältigen.

Der Xiaomi Mi Robot im Praxiseinsatz

Zuerst sollte man sich klarmachen für welche Bodenbeläge, Flächen und mit welchem Sauberkeitsanspruch man einen Roboter benötigt. Ist die Wohnung komplett oder teilweise gefliest oder mit anderen glatten Oberflächen eingerichtet? Bei Teppichen eignen sich Roboter nur für Niedrigflor-Beläge, bei sehr flauschige Langflor-Teppichen bleiben sie definitiv stecken. Das gilt auch für den Xiaomi, der sich regelmäßig mit unserem Badläufer auseinandersetzt.

Saugleistung / Reinigungskraft

Die Reinigungsleistung des Mi Robot ist sehr gut. Wir haben ausschließlich Fliesen als Untergrund. Diese reinigt der Roboter extrem gründlich. Bei einem Durchlauf schafft er zwischen 90 und 120 qm. Der Akku reicht für knapp zwei Stunden. Der Xiaomi vermisst die Räume mittels seiner Sensoren und reinigt dann systematisch und nicht zufällig. Neigt sich der Akku dem Ende fährt er automatisch heim an die Ladestation.

Bedienung

Die Bedienung der Xiaomi gelingt ohne Probleme. Die App bietet viele Spielmöglichkeiten, aber nach ein paar Wochen ist man im Gewohnheitsmodus.

Lautstärke

Richtig leise ist der Staubi nicht. Er ist zwar auch nicht sonderlich laut, aber wenn man in der Wohnung ist, nervt das Turbinengeräusch schon ein wenig. Konsequenz: Bei uns läuft der Xiaomi fast ausschließlich, wenn wir außer Haus sind.

Akkulaufzeit und Aufladen des Akkus

Der Akku reicht etwa 2 Stunden. Die Ladezeit (etwa eine Stunde) ist für mich nicht relevant, da „Staubi“ im Schnitt nur dreimal mal pro Woche fährt.

Geländefähigkeit

Der Robo schafft Höhenunterschiede von ca. 2 cm. Durch die zahlreichen Sensoren kommt er mit vielen Herausforderungen im Haushalt gut klar. Zum Abfangen von Stößen ist der Xiaomi aus zwei in einander integrierten Halbkreisen konstruiert. Wer Treppenstürze sicher vermeiden will, kann ein Xiaomi-Sperrband installieren.

Beschädigungen an Möbeln

Der Mi Robot verfügt über jede Menge Sensoren. Von Möbeln bleibt er etwa 1 cm weg. Probleme hat er mit Lampenfüssen, über die er gern hinwegrollt. Ab und an bleibt er unter dem Bett hängen, weil die Durchfahrtshöhe exakt seinem Maß entspricht. Schäden sind bei uns bisher nicht zu vermelden.

                                          Gerätereinigung
Xiaomi Mi Robot

Alle Verschleißteile (Walzenbürste, Pinsel, Filter) lassen sich wirklich sehr leicht ab- und anbauen. Das Schmutzgefäß ist relativ groß (420 ml), läßt sich schadlos entnehmen, sauber zum Mülleimer transportieren und leicht entleeren. Wir müssen den Behälter etwa alle zwei Wochen entleeren – man staunt schon, was da zusammenkommt. Damit man weis, wann es soweit ist, meldet der  Roboter den Leerungsbedarf mit klarem Kommando.

Filterung

Unser Staubi ist vorbildlich mit einem Hepa-Filter ausgestattet.

Preis / Leistung

Den Staubsaugerroboter habe ich für knapp 300 € erworben. Im Ergebnis ist eine dauerhafte Grundsauberkeit gegeben, sofern man den Fußboden befahrbar hält. Manuelles Nachsaugen ist nur gelegentlich angesagt. Den Preis finde ich absolut angemessen für Funktionsumfang und Ausstattung des Xiaomi Mi Robot Vacuum.

Ersatzteile

Verschleißteile sind problemlos in Deutschland zu beschaffen.

Datenschutz

Alle Sensordaten gehen übers WLAN nach China. Wenn ich nackt am Robot vorbeigehe, fühle ich mich immer beobachtet 😉 . Aber im Ernst, über den Datentransfer muss man schon nachdenken.

 

Mein Fazit: Der Xiaomi Mi Robot reinigt gründlich und erfüllt damit seine wesentliche Funktion. Die Installation und Bedienung gehen leicht von der Hand. Das gesamte Gerät ist sehr durchdacht und funktional. Eine klare Kaufempfehlung. Einziger Kritikpunkt ist der nicht einschätzbare Umgang mit meinen Daten.

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