Deutsche Wohnen enteignen – denk ich an Deutschland in der Nacht…

Eigentlich versuche ich in meinem Blog neutral und objektiv über Geldanlage und finanzielle Freiheit zu informieren, jedoch juckte es in meinen Fingern als ich das aktuelle Interview des Sprechers der Initiative „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ bei n-tv las.

Worum gehts?

In deutschen Großstädten ist Wohnraum knapp und teuer. Um Mietpreissteigerungen zu unterbinden will die Initiative auf Basis des Artikels 15 Grundgesetz die Wohnungen von Großvermietern mit mehr als 3.000 Wohneinheiten verstaatlichen und das weit unterhalb des Marktpreises.

In Artikel 15 Grundgesetz heißt es: „Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel können zum Zwecke der Vergesellschaftung durch ein Gesetz, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt, in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft überführt werden. Für die Entschädigung gilt Artikel 14 Abs. 3 Satz 3 und 4 entsprechend.“

Hier der Beitrag bei n-tv.*

Meine Sicht

Ich bin dafür zeitnah die Burger King – Filialen zu verstaatlichen. Die Whopper-Preise finde ich erpresserisch. Auch Mercedes und BMW sind mir ein Dorn im Auge. Her mit deren Grundstücken! Und eine große Freude wird mir die Enteignung der Allianz-Arena sein; die Ticketpreise der gewinnmaximierten Bayern beschneiden meine Grundrechte.

Natürlich ist Wohnen ein Grundbedürfnis und nicht mit einem Burger zu vergleichen. Aber ich bin erschrocken, dass sich in Deutschland wirklich ernsthaft mit diesem Anliegen beschäftigt wird. Der Berliner Senat hat sogar schon ausgerechnet, dass er bis zu 36 Milliarden Euro in die Hand nehmen muss, um 240.000 Wohnungsenteignungen zu entschädigen.

Wer soll in Deutschland noch belastbar investieren, wenn solche Denkmuster salonfähig werden? Dann lieber ab mit dem Geld in andere Länder. Wollen wir der Marktwirtschaft, die unser Land wohlhabend gemacht hat, wesentliche Grundpfeiler entziehen? Soll Einkommen aus Kapitalanlagen negativ belegt werden? Sollen Angebot und Nachfrage nicht mehr Grundlage der Preisbildung sein?

Die Politiker sollten ihre Zeit nicht in so einen Quatsch investieren. Aktuell ist es in Deutschland  aufgrund der Rahmenbedingungen nicht leicht Mietwohnungen zu bauen. Zudem wird jeder Vermieter als Erzkapitalist betrachtet. Es ist jede Menge Geld bei Anlegern vorhanden  Der Fluss in Wohnungsbau muss nur leicht gemacht werden! Dahin gehört die Energie.

In diesem Sinne: „Für Frieden und Sozialismus seid bereit.“

 


* Die Deutsche Wohnen hat in Berlin laut Webseite einen Marktanteil von 6 Prozent.

 

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