Devisenhandel – Tipps für den Einsteiger

Für Privatanleger stellt das Forex Trading eine interessante Möglichkeit dar, wie das eigene Kapital vermehrt werden kann. Im Internet gibt es zahlreiche Online-Broker, die extrem günstige Konditionen anbieten. Die Kontoeröffnung ist zudem einfach – nach wenigen Minuten kann man bereits mit dem Devisenhandel beginnen. Und obwohl das Ganze recht einfach gemacht ist, sollte man doch einige Dinge beachten, um nicht sein eingesetztes Kapital zu verlieren. Denn beim Währungshandel lautet die Devise: „It takes a minute to learn, but a lifetime to master”.

Das tägliche Screening des Wirtschaftskalenders

In keiner anderen Assetklasse haben Wirtschaftsdaten so einen großen Einfluss wie im Devisenhandel. Ein typischer Anfängerfehler? Der Wirtschaftskalender wird ignoriert. Man sollte nie mit einer Währung handeln, wenn 60 Minuten später die Inflationsdaten des jeweiligen Landes präsentiert werden. Die Gefahr, dass der Trade zum Verlust führt, ist extrem hoch.

Anfänger müssen Marktzusammenhänge und volkswirtschaftliche Aspekte verstehen

Fundamentaldaten sind besonders wichtig. Wer der Meinung ist, dass mit einem 5-Minuten-Chart und zwei bis drei Indikatoren Erfolge verbucht werden können, wird definitiv eine böse Überraschung erleben. Fakt ist, dass im Forexhandel andere Gesetze gelten, die mit dem Aktienhandel nicht verglichen werden dürfen. Im Mittelpunkt stehen die Zentralbanken. Welche Geldpolitik wird also von der FED oder der EZB verfolgt? Welche Indikatoren sind wichtig? Eine Kombination aus Fundamentalanalyse und Chartanalyse ist besonders empfehlenswert.

Mehrere Forexpaare handeln

Zahlreiche Anfänger handeln nur ein bis maximal zwei Assets. Viele sind zudem im DAX und EURUSD unterwegs. Das ist sehr wohl fahrlässig, denn man braucht eine Tradingstrategie, die zudem ein definiertes Setup enthält – wer sich nur für ein bis zwei Assets entscheidet, wird kein Handelssignal erhalten. Fehlt das Handelssignal, so lassen sich viele Trader zu halbherzigen Trades hinreißen. Die Folge? Hohe Verluste. Ratsam ist es, wenn man sich auf mehrere Assets konzentriert. Im Mittelpunkt stehen natürlich die G8-Währungspaare (USD, EUR, GBP, JPY, AUD, CHF, NZD, CAD). Hat man über 50 Forex-Paare auf der eigenen Watchlist, so ist die Chance gleich viel größer, dass – mehrmals täglich – Handelssignale auftauchen, sodass in weiterer Folge erfolgreiche Trades platziert werden können.

Natürlich hat das Ganze aber auch eine Schattenseite: Speziell für Anfänger können zu viele Währungspaare überfordernd sein, so dass lukrative Gelegenheiten verpasst oder – noch schlimmer – falsch eingeschätzt werden und eventuell Geld verloren geht. Von daher sollte man sich genau überlegen und mit sich selbst ehrlich sein, wie viele Währungspaare man handeln kann, ohne den Überblick zu verlieren.

Der Brokervergleich

Forexbroker bieten zahlreiche Leistungen an. Doch nicht nur die Leistungen sind entscheidend – auch die Handelsplattformen und die Konditionen sollten verglichen werden. Zudem gibt es auch Unterschiede – es gibt Market Maker, ECN- und auch STP-Broker. Wichtig ist, dass Anfänger auf Gebühren, die Art der Handelsinstrumente und auch auf den Asset-Index achten. Zudem ist es ratsam, wenn sich Anfänger für einen Broker entscheiden, der in weiterer Folge ein kostenloses Demokonto zur Verfügung stellt.

Risiko-Management

Die Signallage kann hervorragend sein – einen „todsicheren“ Gewinn gibt es dennoch nicht. Wichtig ist laut den Spezialisten von CMC Markets aus diesem Grund, sich von Anfang an eine Risikostrategie zurechtzulegen. Das heißt, dass der Anfänger auch Akzente setzen muss, damit Verluste begrenzt werden. Verzichtet man auf die konsequente Verlustbegrenzung, so wird der Trader garantiert hohe Verluste verbuchen müssen. Wichtig ist, dass der Verlust – pro Trade – nicht höher als 10 Prozent des Gesamtkapitals ist. Werden Forex-Lots gehandelt, so sollte der Verlust nicht höher als 2 Prozent ausfallen.

Mein Fazit: Devisenhandel kann eine interessante Anlagenalternative sein. Jedoch solltest Du über entsprechendes Wissen verfügen, Dir die Risiken bewusst machen und nur geringe Vermögensanteile investieren.

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