Fühl Dich gut mit Social Impact Investments.

Beim Social Impact Investment geht es um die etwas andere Art der Geldanlage. Nicht allein die erzielbare Rendite steht im Vordergrund, sondern auch die Erreichung von bestimmten ökologischen und sozialen Zielen. Es soll quasi eine Brücke zwischen Spenden und Stiften auf der einen sowie gewinnmaximierter Geldanlage auf der anderen Seite gebaut werden. Dabei stehen nicht nur die finanziellen Interessen des Anlegers im Vordergrund, sondern ein  Beitrag zur Lösung von sozialen oder ökologischen Problemen. Oder andersherum: Gutes tun, was auch noch Gewinn abwirft.

Während bei nachhaltigen Investments beispielsweise die Vermeidung von Kohlendioxid-Emissionen oder Kinderarbeit das Ziel ist, will Impact Investing gesellschaftliche Herausforderungen direkt angehen und lösen. Dabei beteiligen sich Anleger z. B. an sozial-motivierten Unternehmen, die eine positive gesellschaftliche Wirkung erzielen wollen. Das Spektrum ihrer Aktivitäten ist breit gefächert: Es reicht vom Aufbereiten von Schmutzwasser in Entwicklungsländern über den Bau von Schulen bis zur Integration von Behinderten ins Arbeitsleben.

Nach einer Bertelsmann-Studie lag das Volumen solcher Geldanlagen in Deutschland 2015 bei etwa 70 Millionen Euro. Die vollständige Studie kannst Du hier downloaden. Weltweit sollen Ende vergangenen Jahres 144 Milliarden Dollar „wirkungsorientiert“ investiert gewesen sein. Nach einer Prognose von JP Morgan könnte die Anlagesumme in Social Impact Investments in den kommenden acht Jahren ein Volumen von bis zu einer Billion Dollar erreichen.

Fakt ist aber auch: Das Angebot für Investments in Sozialunternehmen ist noch klein. Je stärker sich der Markt entwickelt, desto mehr Produkte kommen auf den Markt. Dann sinken sicher auch die Kosten sowie Mindestanlagesummen.

Wie kannst Du Dich in Social Impact Investments einbringen?

Die Anlagemöglichkeiten sind noch recht überschaubar.

Zu den Vorreitern von ökologischen und ethisch nachhaltigen Investments gilt die GLS-Bank in Bochum (GLS). Die Bank gibt den Kunden seit 1974 die Möglichkeit selbst zu entscheiden, wie ihre Spareinlagen zum Einsatz kommen. Die Sparer können wählen zwischen ökologischer Landwirtschaft, regenerativen Energien, Bildung und Kultur. Immerhin 56 Prozent der Einlagen werden als Kredite zielgerichtet in Projekte investiert. Konkret kannst Du in den FairWorldFonds (WKN: A0YCZ3) investieren.

Weiterhin bietet IPConzept den KCD-Mikrofinanzfonds – III auch über die GLS-Bank an (WKN: A12A0Y). Natürlich hat auch BlackRock einen Fond im Angebot – den BSF Impact World Equity (ISIN: LU1278928491). Ein weiterer Anbieter ist Ananda mit seinen Social Venture Funds. Daneben habe ich noch den European Fund for Southeast Europe der KfW gefunden (WKN: A1Z2RP), der aber derzeit für deutsche Privatanleger nicht zu erwerben ist.

Als einen der Treiber dieses Anlagesegments sieht sich auch die Schweizer Bank UBS. Anfang Juli konnte die UBS bei diesen Anlegern 325 Millionen Dollar für den Rise Fund einsammeln. Der Fonds, getragen unter anderem von Rockstar Bono, will gezielt in soziale Projekte und Unternehmen und in Umweltschutzvorhaben investieren. Bereits auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos im Januar 2017 hatte die Schweizer Großbank angekündigt, in den kommenden fünf Jahren insgesamt 5 Milliarden US-Dollar in Impact-Investment-Produkte anzulegen.

Mein Fazit: Man hat heute diverse Möglichkeiten seine finanziellen Interessen mit sozialem oder ökologischem Engagement, kurzum mit guten Taten, zu kombinieren. Durchaus auch für den Privatanleger bedenkenswert!

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