Immobilien auf Sylt – jenseits der Welle.

Meinen Herbsturlaub verbrachte ich dieses Jahr, mangels Flugmöglichkeiten, nicht in Italien, sondern auf der schönen Insel Sylt. Sylt ist die viertgrößte Insel Deutschlands und hat eine Nord-Süd-Ausdehnung von etwa 40 km. Die Insel ist wirklich sehr schön und unbedingt eine Reise wert. Zudem kommt man meinem Motto „Geld und Meer“ sehr nah  😀

Wie stets bei solchen Gelegenheiten habe ich mir den lokalen Immobilienmarkt angeschaut. Die Preise sind mächtig gewaltig und man sollte das eine oder andere Milliönchen bereithalten. Aber schauen wir uns die Chancen hoch im Norden systematisch an.

Häuser auf Sylt

Nach meinen Recherchen mußt Du für ein 100 qm – Haus im Jahr 2017 durchschnittlich 800.000 Euro hinlegen. 150 Quadratmeter schlagen mit 1.250.000 Euro zu Buche. Für Neubauten in guter Lage werden aber auch gern einmal 3 bis 4 Millionen Euro verlangt. Der reine Grundstückspreis liegt zwischen 1.200 und 1.500 Euro je qm.

Am teuersten ist es in Kampen mit Quadratmeterpreisen für Häuser von im Schnitt (!) 21.000 €. Allein in den vergangenen zwei Jahren haben sich Häuser inselweit durchschnittlich um vier Prozent verteuert. Auch auf Sylt zeigt der Niedrigzins seine Wirkung.

Dagegen stehen bei 100 qm Hausgröße im Durchschnitt 2.000 Euro Miete.

Der Kaufpreis für ein kleines Haus mit 12 Prozent Kaufnebenkosten gerechnet beträgt also etwa 900.000 Euro. Das entspricht 37 Jahreskaltmieten. Als Bruttorendite ergeben sich 2,6 Prozent.

Wohnungen auf Sylt

Für Eigentumswohnungen liegen die Preise 2017 bei durchschnittlich 7.862 Euro je Quadratmeter. Dabei hat die Wohnungsgröße keinen großen Einfluss. Erst bei mehr als 120 qm sinkt der spezifische Preis ein wenig. Er beträgt dann etwa 5.200 Euro pro Quadratmeter. Für Neubauten liegen die Durchschnittspreise jenseits von 9.000 Euro je Quadratmeter.

Die Miete für Wohnungen liegt laut Mitspiegel bei 18,55 Euro je Quadratmeter. Kleine Wohnungen (40 qm) kosten bis 20 €, größere (ab 80 Quadratmeter) 15 Euro.

Für den Erwerb einer 60 qm – Wohnung mit 12 Prozent Nebenkosten fallen demnach ca. 525.000 € an. Als Jahresmiete stehen im Optimalfall 14.400 Euro dagegen. Dies entspricht 36 Jahreskaltmieten und einer Mietrendite von 2,7 Prozent.

Vielleicht kann man es sich als Ferienwohnung schönrechnen? Bei 150 Tagen Belegung zu 100 Euro pro Tag wären also 15.000 Euro zu erwirtschaften. Damit verbessert man sich auf 2,9 % Rendite, braucht aber zusätzlich eine gute Ferienwohnungsverwaltung.

Mein Fazit: Der Erwerb einer Immobilie auf Sylt ist reine Liebhaberei. Betriebswirtschaftlich gibt es keine Argumente. Allenfalls kann man sich die weiter zu erwartende Wertsteigerung zu Gute halten. Abwarten und Tee trinken!

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