Immobilienpreise in Deutschland – kommt die Blase?

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Anfang Dezember veröffentlichte der Arbeitskreis der amtlichen Gutachterausschüsse seine Einschätzung zum deutschen Immobilienmarkt und zu den Immobilienpreisen. Für seinen Immobilienmarktbericht 2017 hat der Arbeitskreis rund eine Million Kaufverträge ausgewertet. Was sagt der Bericht?

Die dauerhaft niedrigen Zinsen sorgen für eine hohe Nachfrage nach Immobilien. Die Preise steigen kräftig – und eine Wende ist nicht in Sicht.
Vor allem in den Städten steigen die Immobilienpreise. Der Anstieg der Immobilienpreise in Deutschland wird sich nach Einschätzung der Experten fortsetzen. Im vergangenen Jahr hätten Käufer rund 237,5 Milliarden Euro für Wohnimmobilien, andere Gebäude und Bauflächen ausgegeben. Das seien etwa 25 Prozent mehr gewesen als 2014, teilte der Arbeitskreis der Gutachterausschüsse in Berlin mit.

Auch die Wohnungsknappheit treibe die Kauf- und Mietpreise. Etwa zwei Drittel des Geldes wurden für Wohnimmobilien ausgegeben. Vor allem selbst genutzter Wohnraum sei deutlich teurer geworden, heißt es in dem Bericht. Das zeigen zum Beispiel Verkaufspreise für gebrauchte Ein- oder Zweifamilienhäuser in der mittleren Preislage: 2016 habe ein Quadratmeter Wohnfläche im bundesweiten Mittel 1545 Euro gekostet – 145 Euro mehr als noch 2014.

Auch zwischen Stadt und Land gibt es große Unterschiede. In München müssen Käufer mit Immobilienpreisen von 8.500 Euro pro Quadratmeter rechnen. Deutlich niedriger liegen die Preise etwa im Kreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt mit 380 Euro oder im Kyffhäuserkreis in Thüringen mit 470 Euro. Auch beim Bauland gibt es große Unterschiede und Preissteigerungen.

Die Vorsitzende Anja Diers sagte, es gebe vor allem in städtischen Gebieten Preisübertreibungen. Die Gefahr einer Immobilienblase könne sie aber nicht erkennen. Steigende Preise seien nur ein Indikator für eine mögliche Blase. Weitere Faktoren müssten die Zunahme von spekulativen Käufen und unter Umständen Finanzierungsprobleme sein. Das sei so am deutschen Markt aber nicht erkennbar, sagte Diers.

Mein Fazit: Ich sehe die Immobilienblase deutlich näher als die Gutachterausschüsse. In meiner Heimatregion werden für Vermietungsobjekte in vernünftigen Lagen 25 Jahreskaltmieten und mehr aufgerufen. In deutschen Ballungsräumen sogar zwischen 30 und 40. Die Baupreise sind massiv angestiegen, da sich Baubetriebe und Handwerker die Aufträge aussuchen können, wie sie wollen. Bauträger können sich die Kunden „rauspicken“, da Projekte mehrfach überzeichnet sind. Wenn das keine Anzeichen für übertriebene Immobilienpreise sind!

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