Parken in San Francisco. Auch eine Geldanlage.

In diesem Frühjahr machten wir eine Reise durch den Westen der USA. Die Tour führte von Los Angeles, den Grand Canyon, Bryce Canyon, Monument Valley, Las Vegas, den Sequoia Trees Nationalpark nach San Francisco. In San Francisco waren drei Tagen geplant um noch ein wenig zur Ruhe zu kommen und die Reise ausklingen zu lassen.

Da in einer Großstadt ein Mietwagen eher ein Hindernis ist, war unser Plan, den Wagen direkt nach der Ankunft abzugeben. Aber rund um San Francisco als auch in der Stadt herrscht absolutes Verkehrschaos. Schließlich und endlich hatte die Vermietungsstation bereits geschlossen, als wir dort ankamen. Aber Glück im Unglück. Direkt vor dem Autovermieter wurde ein schöner Parkplatz frei. Ein skeptischer Blick auf die Parkuhr und die Bestätigung eines Einheimischen – Parken war bis zum nächsten Morgen 9 Uhr frei.

Leider hatten wir jedoch ein kleines Zusatzschild übersehen, wonach man von 7 bis 9 am dort nicht parken darf. Als wir am nächsten Morgen gegen 8 Uhr in die betreffende Straße bogen, stand auf unserer Seite kein einziges Auto. Beim Näherkommen wurde es zur Gewissheit: Der Wagen war weg! Einige Telefonate mit den Angestellten der Stadt später (Puls 190+) war in etwa klar, wo der Wagen steht. Also ab im Sprint in die 7th Street (für alle die es irgendwann mal brauchen: 450 7th Street).

Eine freundlicher etwas gelangweilter Mitarbeiter der SFMTA bestätigte uns schließlich, das unser Auto hier ist. Erleichterung! Aber nur kurz. Der Kollege nannte uns den Preis fürs Abschleppen. Aufgrund meines mäßigen Englisch, glaubte ich zunächst, ich hätte mich verhört. Aber nein. Es wurden sage und schreibe 536,25 US Dollar verlangt. Unsere Diskussionen trugen nur dahingehend Früchte, dass uns ein Beschwerdeformular ausgehändigt wurde. Aber erst einmal zahlen. Also einmal die Kreditkarte durchziehen.

Soweit mein Englisch trägt ist der Tarif für Touristen wesentlich höher, als für Einheimische. Der Aufenthalt in der Stadt der Hippies und Technologiekonzerne war natürlich leicht überschattet.

Mittlerweile haben wir das Thema verdrängt und die Reise als schöne Erinnerung verarbeitet. Kürzlich erhielten wir ein Schreiben des Autovermieters Alamo – jetzt werden noch die Strafgebühren für Falschparken weiter berechnet. Schlappe $ 109 zzgl. $ 14 Fee des Vermieters. Nach einem leichten Wutausbruch ergab die Prüfung der Unterlagen, dass ein Einspruch wohl keinen Sinn macht.

Rechnen wir zusammen: Eine Stunde falsch Parken kosteten 659,25 US Dollar. Da ist der günstige Umtauschkurs ein schwacher Trost.

 

Mein Fazit: Auch in Mecklenburg kann man prima Urlaub machen.

One Reply to “Parken in San Francisco. Auch eine Geldanlage.”

  1. Nicht ärgern, den Fehler macht man nur einmal. Einfach an die traumhaft schönen Landschaften des US-Westens zurückerinnern. Wie war das Wetter? Bei meinem Aufenthalt letzen Sommer in der ähnlichen Gegend knackten wir mehrfach die 42C°

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