Neues Reisezoom-Objektiv – Tamron AF 3,5-6,3/18-400. Das erste „Megazoom-Objektiv“

Da ich recht viel reise, verfolge ich aktiv den Markt der Reisezoom-Objektive. Seit mehr als einem Jahr gab es keine Neuheiten. Kaufbar waren und sind die empfehlenswerten Objektive Tamron 16-300mm F/3,5-6,3 DI von Tamron und Sigma 18-300/3,5-6,3 DC von Sigma.

Nun kommt eine absolute Neuheit. Tamron verkauft ab 20. Juli 2017 das Tamron AF 3,5-6,3/18-400 Der Hersteller selbst bezeichnet das Objektiv als Ultra-Tele-Megazoom und gibt mit einem 22,2-fachen Zoom nochmal richtig Gas.


Die Fakten

Mit einer maximalen Brennweite von 400 mm (entspricht einem Bildwinkel von 620 mm im Kleinbild) bietet das brandneue Megazoom-Flaggschiff einen weltweit einmaligen Zoomfaktor von 22,2x. Dies bringt entfernte Motive noch näher heran und bietet dem Fotografen eine hohe Flexibilität. Das neue Objektiv soll wetterfest konstruiert sein. Mit dem maximalen Abbildungsmaßstab von 1:2,9 kann man sogar in die Welt der Tele-Makro-Fotografie eintauchen. Erhältlich ist es mit Canon-EF- oder Nikon-F-Anschluss. Gewichtsmäßig liegt das 18-400 mm bei 710 Gramm (zum Vergleich das 16-300 mm von Tamron wiegt 540 Gramm). Die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) liegt bei 889 €. Verkaufsstart ist der 20.07.2017. Verkauft werden wird es nach meinen Recherchen für etwa 750 €.

 

* Bildquelle Tamron

 

Das neue Tamron 18-400mm ist das weltweit erste Objektiv für APS-C-DSLR-Kameras, das eine Brennweite von 18 mm bis 400 mm abdeckt und damit ein Zoomverhältnis von 22,2x erreicht. Die Brennweite von 400 mm am Tele-Ende ermöglicht die Aufnahme von Ultra-Tele-Bildern und entspricht einen Bildwinkel von 620 mm bei Kleinbild. Es bietet Dir alle Möglichkeiten von Weitwinkel- bis Ultra-Tele, ohne das Du Objektiv wechseln mußt.

Die optische Konstruktion besteht aus 16 Linsenelementen in 11 Gruppen. Die Verwendung von speziellen Glaselementen wie LD (Low Dispersion) und asphärischen Linsenelementen soll Abbildungsfehler, einschließlich chromatischer Aberrationen und Verzeichnung vermeiden. Mit dem maximalen Abbildungsmaßstab von 1:2,9 ist es mit diesem Objektiv möglich, Details extrem nah heranzuholen. Mit einer kompakten Gesamtlänge von maximal 123,9 mm und einem Gewicht von weniger als 710g ist noch halbwegs handlich.. Eine Objektivtubus ist dreistufig konstruiert, um den Mega-Zoom zu realisieren.

Das AF-Antriebssystem verwendet Tamrons HLD-Motor-Technologie  (High/Low torque modulated Drive).  Der VC-Bildstabilisator (Vibration Compensation) soll für scharfe und verwacklungsfreie Bilder, auch bei handgehaltenen Aufnahmen, sorgen. Die Modellvariante mit Nikon-Anschluss ist jetzt mit einer elektromagnetisch gesteuerten Blendeneinheit ausgestattet. Bei Modellen mit Canon-Anschluss war diese Funktion bereits integriert.  Das Gehäuse des 18-400mm F/3.5-6.3 Di II VC HLD ist an allen kritischen Stellen mit speziellen Dichtungen gegen Eindringen von Spitzwasser und Staub geschützt. Das Objektiv kann also bei jeder Witterung sowie in feuchten und schmutzigen Umgebungen eingesetzt werden.

Technische Spezifikationen laut Hersteller

Brennweite [mm] 18-400
Lichtstärke F/3.5
kürzeste Einstellentfernung [m] 0,45
Max. Abbildungsmaßstab 1:2,9
Filtergröße [mm] 72
Gewicht [g] 710

 

Erste Tests

Quelle fotoMAGAZIN: „Optische Leistung: Die Auflösung ist bei allen drei gemessenen Brennweiten bei Offenblende noch nicht auf ihrem Maximum und wird erst um eine Stufe abgeblendet bei 18 und 70 mm gut. Bei 400 mm sind zwei Stufen für höchste Leistung nötig. Das ist aber für ein Superzoom eine sehr ordentliche Leistung bei der Endbrennweite, die ansonsten oft eine deutlich niedrigere Auflösung als die kürzeren Brennweiten aufweist. Die Randabdunklung ist vor allem bei 18 mm und Offenblende deutlich und spontan zunehmend. Besser als beim 16-300 mm hat Tamron hingegen die Verzeichnung korrigieren können.“

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