China schwächelt. Was machen die anderen Aktienmärkte in Asien?




China schwächelt – wie sieht es in den anderen Volkswirtschaften in Asien aus?

Chinas Nachbarn und ihre Unternehmen sind eng mit dem Riesenreich verbunden. Das trifft z. B. auf Länder wie Malaysia oder Indonesien zu, die einen bedeutenden Teil ihres geförderten Erdöls und ihrer Edelmetalle nach China exportieren. Auch Japan erwirtschaftet einen großen Teil seines Bruttoinlandsprodukts mit den eigentlich ungeliebten Chinesen. Dagegen ist zum Beispiel Indien vergleichsweise wenig abhängig, da hier die Branchen Pharma- oder IT-Bereich Schwerpunkte der Wirtschaft bilden.  Schauen wir uns die Regionen einzeln an.

Indien

Nach einem kontinuierlichen Anstieg der Wachstumsraten seit 2012 rechnet wird für das laufende Jahr mit einem Plus von 7,5 Prozent gerechnet – mehr als in China. Getrieben wird dieser Entwicklung durch eine wirtschaftsfreundliche Reformpolitik der Regierung. Zudem besteht aktuell Spielraum für Leitzinssenkungen, die die Wirtschaftsentwicklung zusätzlich stimulieren könnte.

In Summe bestehen für Anleger recht gute Aussichten für Aktieninvestments.

Indonesien

Auch wenn Indonesien von seinen Rohstoffexporten abhängig ist, verfügt die größte Volkswirtschaft Südostasiens über einen gewissen Puffer – einen soliden Binnenmarkt, der rund 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmacht. Gleichzeitig sind die meisten indonesischen Unternehmen international jedoch kaum bekannt – was sie für viele Investoren weniger interessant macht.

Dabei sind die Aussichten für den indonesischen Aktienmarkt insgesamt durchaus positiv. U. a., weil Wirtschaftsreformen auf den Weg gebracht und wichtige Infrastrukturprojekte vorangebracht wurden. Für 2016 wird ein Wirtschaftswachstum von um die 5 Prozent erwartet. Hinzu kommen ggf. Leitzinssenkungen. Gute Aussichten für den Aktienmarkt.

Japan

Seit Anfang 2013 sind die Gewinne der Unternehmen in Japan erheblich gestiegen. Grund dafür waren die lockere Geldpolitik sowie hohe Staatsausgaben und Strukturreformen. Das hat die Aktienkurse bereits nach oben getrieben.

Positiv auf den Aktienmarkt auswirken dürften sich dabei die hohen Bargeldbestände der japanischen Unternehmen in Kombination mit dem 2015 eingeführten Corporate-Governance-Kodex. Er soll die Konzerne motivieren, mehr Aktien zurückzukaufen, neue Märkte zu erschließen und Gewinne verstärkt an die Aktionäre auszuschütten. Steigende Löhne dürften zusätzlich den Inlands-Konsum stützen.

Mittel- und langfristig könnte sich am japanischen Aktienmarkt im Zuge einer Stabilisierung der globalen Wirtschaft einiges an Aufholpotenzial bieten. Insbesondere dann, wenn die geldpolitischen Maßnahmen der Bank of Japan im Jahresverlauf wirken und japanische Unternehmen ihre Cash-Reserven noch aktiver einsetzen als bisher. Eher im zweiten Halbjahr einsteigen.

Malaysia

Malaysia ist stark von Rohstoffexporten abhängig: Das Ölgeschäft trägt zu rund 30 Prozent zum malaysischen Inlandsprodukt bei. Auch die sonstige Unternehmensdaten sehen eher mäßig aus. Eher warten.

Anlage in ETF

Wie stets empfehle ich, nicht in Einzelaktien zu investieren, sondern mittels geeigneter ETF zu investieren. Nachfolgend sind einige zusammengestellt:

Fondname WKN ISIN
ComStage TOPIX® UCITS ETF ETF021 LU0392496773
AMUNDI ETF MSCI EM ASIA A1H918 FR0011020965
db x-trackers MSCI Indonesia  DBX0EU  LU0476289623
Lyxor MSCI India LYX0BA FR0010361683

 

 

 

 

 

 

Mein Fazit: Die asiatische Aktienmärkte sehen in der Betrachtung recht gut aus. Hinzu kommen hohe Wachstumsraten der Volkswirtschaften. Daher halte ich einen Einstieg über ETFs für sinnvoll.

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