Was in 2017 übrig blieb.

Zum Jahreswechsel werden wieder in allen Medien die Jahresbilanzen gezogen. Natürlich auch für das Finanzjahr. Anbei eine kompakte Zusammenfassung in Sachen Geldanlage und Finanzen; geordnet als Erfolgsranking.

Platz 1: Der Bitcoin

Die digitale Währung Bitcoin  war zu Jahresbeginn der breiten Masse unbekannt, mittlerweile hat sie es zum Tagesthema in Zeitungen und in Kneipenrunden gebracht. Das liegt an dem spektakulären Preisanstieg des Kryptogeldes. Zu Jahresbeginn kostete ein Bitcoin auf der Bitcoinbörse bitstamp.net 966 Dollar. Am 29. Dezember  lag der Kurs bei atemberaubenden 14.048 Dollar. Der Kurs stieg also um mehr als 1300 Prozent, und hat sich damit im laufenden Jahr verdreizehnfacht!

Wer also verrückt oder vorausschauend genug war und am Jahresbeginn 10.000 Dollar (damals rund 9504 Euro) in Bitcoin steckte, bekommt nach aktuellem Stand 131.217,64 Dollar (109.503 Euro) zurück.

Platz 2: Kupfer

Der Kupferpreis je Tonne stieg von 5269 Euro am 3. Januar auf 6.053 Euro am 29.12.2017. Ein Jahresplus von mehr als 30 Prozent. Tendenz nach meiner Meinung weiter steigend.

Platz 3: Dow Jones

Die US-Leitbörse Dow Jones  kam Ende September auf eine Marktkapitalisierung von gut 62 Billionen Dollar – damit liegt sie weltweit ganz weit vorn. Wer am 1. Januar 2017 in einen ETF auf den Dow 10.000 Dollar investierte, der hat dank der Kurssteigerung von 25 Prozent zum Jahresende Aktien im Wert von rechnerisch 12.500 Dollar in seinem Depot.

Platz 4: MSCI World

Der MSCI-World-Index spiegelt die Entwicklung der Aktienkurse aus 23 Industrieländern weltweit wider. Damit bilden seine Kurs-Zuwächse die Entwicklung in vielen verschiedenen Anlagemärkten ab. Der MSCI  World legte im laufenden Jahr von 1757,96 auf 2103 Punkte zum 29.12. zu. Damit beträgt der Zuwachs über 19 Prozent. Ein Investment von 10.000 Euro führte also zu einem Kursgewinn von 1900 Euro. Das beste Ergebnis seit dem Jahr 2009.

Platz 5: Dax

Der deutsche Aktien-Leitindex steigt und steigt und steigt. Der deutsche Aktienindex Dax konnte 2017 wie in den Vorjahren zulegen. In den vergangenen zwölf Monaten betrug das Plus 12,5 Prozent. Der Schlusskurs am 29.12.2017 14:15 Uhr lag bei 12.917,64. Bei einer Investition von 10.000 Euro hätte ein Anleger also 1250 Euro Gewinn gemacht. Aufgrund meiner Skepsis für den Aktienmarkt ging dieser Gewinn komplett an mir vorbei.

Platz 6: Deutsche Immobilien

Auch 2017 kletterten Mieten und Immobilienpreise weiter. Der Immobilienverband IVD ermittelte, dass die Kaufpreise für Wohnraum 2017 deutschlandweit im Durchschnitt um gut sechs Prozent gestiegen sind. Allerdings ist der Immobilienmarkt lokal und schlecht ein Durchschnitt zu bilden.

Diesen bundesweiten Schnitt übertreffen die Ballungsräume erneut deutlich. Der IVD weist für Frankfurt am Main gewaltige Preissteigerungen aus. Grund ist u.a. der Zuzug von Finanzdienstleistern als Folge des Brexit. In der Mainmetropole verteuerten sich Bestands-Eigentumswohnungen Ende September 2016 bis Ende September 2017 um 18,18 Prozent. Für Neubau-Wohnungen lag die Steigerung sogar bei 18,75 Prozent. Wer also in Frankfurt am Main zum Jahresbeginn 200.000 Euro für eine Bestands-Immobilie zahlte, verfügt jetzt rechnerisch über Wohnvermögen im Wert von 236.000 Euro.

Platz 7:  Tagesgeld

Tagesgeld heißt Sicherheit gegen niedrige Rendite. Die Zinsen sind weiter extrem niedrig. Im laufenden Jahr lag der durchschnittliche Zinssatz für Tagesgeld bei 0,2025 Prozent. Sparer, die am 1. Januar 10.000 Euro auf ein Tagesgeldkonto legten, haben Ende Dezember ein Guthaben von sage und schreibe 10.020,25 Euro. Bei einer Inflationsrate von 1,8 Prozent für 2017 bedeutet das, das der Tagesgeld-Anleger im letzten Jahr Vermögen verloren hat.

Platz 8: Gold

Die Medaille hat zwei Seiten. In Dollar stieg der Preis je Feinunze von 1.152 Dollar auf 1.298 Dollar am Jahresende. Ein Anstieg von 12 Prozent. In Euro fiel der Goldkurs von 1102 Euro auf 1082 Euro je Feinunze – ein Minus von rund 1,7 Prozent. In 2017 zeigt sich, welch großen Einfluss Wechselkurse auf Geldanlagen haben können.

Platz 9: US-Dollar

Entgegen vieler Erwartungen, die einen kriselnden Euro vorhergesagt hatten, erstarkte der Euro gegenüber dem Dollar. Der Euro konnte zum Dollar um ca.15 Prozent im Wert zulegen.

Wer im Januar Euro in Dollar tauschte, tat dies zu einem Kurs von 1,0516. Zum Jahresende liegt das Euro / Dollar – Verhältnis bei 1,1994. Damit beläuft sich der Verlust auf etwa 13 Prozent.

Sonderwertung: Google Suchbegriffe

Die fünf meist gegoogelten Begriffe waren für Deutschland in 2017 folgende:

  1. WM Auslosung
  2. Bundestagswahl
  3. Wahlomat
  4. iPhone 8
  5. Dschungelcamp

Ich hätte das Dschungelcamp weiter oben erwartet 😉

 

Mein Fazit: Ich hätte nicht erwartet, dass sich Aktien in 2017 noch einmal so gut schlagen. Auch Kupfer und der Bitcoin überraschen. Aber die Geldanlage ist kein Kindergeburtstag. Mein Favorit für die 2018 ist der amerikanische Dollar. Abgerechnet wird in einem Jahr. Glück auf!

2 Replies to “Was in 2017 übrig blieb.”

  1. Beim MSCI World hast du die Währungsschwankung € / $ leider nicht berücksichtigt! So gut wie von dir dargestellt haben Anleger (in € gerechnet) nämlich bei weitem nicht abgechnitten. Ergo – Milchmädchenrechnung

  2. Schöne Zahlen, gutes Jahr.
    Ist das auch dein persönliches Erfolgsranking – heißt: bist du auch in Kryptowährungen investiert?

    Viele Grüße

    Raph

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.