Wo stehen wir im Konjunkturzyklus ?

Ein Konjunkturzyklus gliedert sich in die Phasen:

  • Aufschwung
  • Boom (Hochkonjunktur)
  • Rezession
  • Depression

wie in der nachfolgenden Grafik dargestellt. Im Allgemeinen geht man davon aus, dass das permanentes Wachstum stattfindet, so dass der nächstfolgende Konjunkturzyklus immer auf einem höheren Niveau stattfindet, als der vorherige.

Boom

Quelle: Vallée und Partner

Wo stehen wir?

Das ist die 1-Million-Euro-Frage. Ich persönlich erwarte bereits seit zwei Jahren eine Rezessionsphase. Aber der seit der Finanzkrise ab 2009 begonnene Aufschwung hält hartnäckig an. Schaut man auf die Dauer der Zyklen in Deutschland, so sieht man das die aktuelle Aufschwungphase außergewöhnlich lang anhaltend ist.

M. E. kann man relativ sicher sein, dass wir uns in einer späten Phase des Booms befinden. Indizien sind für mich die hohen Tarifabschlüsse, der Mangel an Arbeitskräften und die extreme Auslastung im Handwerk und in der Bauwirtschaft. Zudem sieht es so aus, als befänden wir uns kurz vor einer Immobilienblase, getrieben von den sehr niedrigen Zinsen. Was als typisch Vorbote für eine Rezession derzeit noch fehlt, sind steigende Zinsen.

Politisch arbeiten sowohl Donald Trump mit seiner Handelspolitik als auch die aktuelle Bundesregierung mit ihrem Dauerkonflikten auf Nebenkriegsschauplätzen daran, baldmöglichst von der Boomphase in die Rezession zu gelangen (siehe auf Deutschland sorgt für den Abschwung).

Was soll der Privatanleger tun?

Die Theorie sagt, der Anleger soll in defensive Investments gehen. Das wären Staatsanleihen mit guter Bonität oder Edelmetalle. Bei Aktien reden wir von Unternehmen die konjunktur-unabhängige Grundbedürfnisse befriedigen, wie Versorger, Lebensmittel oder Versicherungen. Gegebenenfalls kann auch reine Liquidität vor Verlusten schützen.

 

Mein Fazit: Der Privatanleger sollte die aktuelle Hochkonjunktur kritisch beobachten und sich auf passende Investments in der Abschwungphase vorbereiten. Da Du das perfekte Timing nicht erwischen wirst, gilt der alte Spruch „An Gewinnmitnahmen ist noch niemand gestorben“.

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