WordPress, Jimdo und Webhosting – Ausflug in die Technik




Fragen beim Aufbau eines Blogs oder einer Webseite

Mal kein Finanzthema. Zum Aufbau dieses Blogs habe ich mich im Vorfeld wochenlang mit den technischen Grundlagen und dem Webhosting beschäftigt. Vielleicht ist es ja für den einen oder anderen, der sich mit ähnlichen Gedanken trägt, interessant, wie mein Entscheidungsweg aussah.

Im ersten Schritt steht die Frage, ob man einen Webbaukasten, die zahlreich angeboten werden oder eine separate Software, ein sogenanntes Content Management System (CMS) einsetzt. Bei den Webbaukästen ist nach meinen Recherchen, das System des Anbieters „Jimdo“ das beste am Markt.

Bei den CMS-Systemen kommt man recht schnell bei WordPress heraus. Das System ist bei hunderttausenden Bloggern im Einsatz und es gibt eine riesige Community an Entwicklern für Erweiterungen (Plugins) und viele Möglichkeiten zum Wissensaustausch.

Beide Lösungen habe ich mir angschaut und nachfolgende Eindrücke gewonnen.

Jimdo

Für Jimdo habe ich direkt beim Anbieter eine 30 Tage-Testseite angelegt. Eine Seite wie die hier vorliegende hat man in Grundzügen in 2 Stunden  erstellt. Das Design ist frisch, modern und responsiv (passt sich an das jeweilige Endgerät an). Das ist sehr wichtig für Smartphones. Die Performance für den Besucher der Seite ist sehr gut (die Seiten sind blitzschnell da). Selbst in der einfachsten Variante für 5,- € pro Monat ist zusätzlich ein Shop für 15 Produkte integriert.

Einschätzung:

+   gute Performance
+   guter, deutscher und netter Support, gute Unterstützung
+   frisches Design
+   deutscher Anbieter
+   sehr schneller Websitenausbau ohne tiefe IT-oder Programmierkenntnisse
+   Shop integriert
+   Kosten überschaubar

–   Baukasten und Hosting sind fest verbunden
–   Eigenprogramnmierung und weitreichender Ausbau aufgrund Baukastenrahmen begrenzt

Fazit: Der Baukasten von Jimdo ist top. Es gibt kaum Minuspunkte. Ich habe mich aus zwei Gründen nicht dafür entschieden. Da ich nicht annährend einschätzen kann, wie ich die Seite weiterentwickeln muss, befürchte ich Einschränkungen durch den Rahmen des Baukastens. Des Weiteren wird der Inhalt der Webseite und das Hosting dauerhaft fest verknüpft; ein Umzug wird schwierig. Wer mit diesen Punkten leben kann, bekommt eine tolle Lösung zum sehr fairen Preis.

 

WordPress

Für WordPress habe ich beim Anbieter ALL-INCL.COM (Link) eine 7-Tage-Testseite angelegt. WordPress verlangt eindeutig ein gewisses IT-Verständnis. In meinem ersten Anlauf habe ich entnervt aufgegeben. Aber ich bin zäh. Im zweiten Versuch habe ich mit einem Zeitinvest von etwa 5 Stunden ungefähr die Grundstruktur dieser Seite hinbekommen. Entscheidend ist die Auswahl des Designs, des sogenannten Themes. Dieses sollte so nah wie möglich an Ihrem Zielkonzept dran sein. Anderenfalls wird es ohne Programmiereingriffe schwer das gewünschte Layout hinzubekommen. Nach ein paar Tagen wird einem zunehmend die Struktur und Logik von WordPress klar und die Perfektionierung geht leichter von der Hand.

Einschätzung:

+    weltweit am weitesten verbreitetestes Blog- und CMS-System
+    riesige Community
+    für jedes Problem gibt es ein Plugin oder eine Lösung aus dem Anwenderkreis
+    völlig individuell ausbaubar
+    Zukunftssicherheit
+    Kosten incl. Hosting überschaubar

-/+ extrem breites Spektrum
–    erfordert IT-Affinität und mindestens Programmierverständnis
–    Grundstruktur für Webseite benötigt mehr Zeit als mit Web-Baukasten
–    Hosting muss selbst gewählt und gesteuert werden

Mein Fazit: Sofern Sie über ein gewisses IT-Feeling verfügen, ein tolle Lösung. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Sie sind flexibel im Hosting und die Monatskosten sind überschaubar. Bitte planen Sie Einarbeitungszeit und Rückschläge ein. An Datensicherungen denken!

 

Hosting

Hosting-Anbieter gibt es wie Sand am Meer. Nach eingehender Recherche kamen für mich vier in die nähere Auswahl.

1. GoDaddy (Link)

Sehr großer Anbieter aus den USA. Die Daten liegen weltweit. Spezialist für WordPress-Hosting. Es wird ein „vewaltetes“ WordPress-Hosting angeboten. Gute Kritiken. Zum Support gibt es positive und nicht so positive Aussagen.

2. ALL-INCL.COM (Link)

Guter preiswerter Anbieter aus Deutschland. Die Daten liegen in Deutschland (Rechenzentrum Dresden). Zur Performance teils gute, teils nicht so gute Kritiken. Guter Support, deutsch.

3.one.com (Link)

Extrem preiswerter Anbieter aus Dänemark. Für Einsteiger teilweise im ersten Jahr kostenlos. Performance soll z. T. nicht so gut sein durch starkes Ressourcensharing (teilen mit anderen Seitenbetreibern).

4. 1&1 (Link)

Deutscher Anbieter, deutscher Support. Es wird ein spezielles WordPress-Hosting als „Managed WordPress“ angeboten. Gute Preise. Webseite läuft auf schnellen SSD-Festplatten. Gute Performance.

Ich denke, man kann alle vier empfehlen. Die Monatskosten für Starterpakete liegen bei allen um die 5 Euro. Am Ende ist es Bauchgefühl. Für mich waren am Ende die Kriterien Deutscher Anbieter und Performance wichtig. Nichts ist m. E. schlimmer, als dass sich Ihre Besucher mit einem „lahmen“ Internetauftritt herumärgern. Am Ende habe mich daher für 1&1 entschieden.
Bei der Installation habe ich dann den Fehler gemacht, die sehr beworbene Option „Managed WordPress“ zu wählen. Dies führt zu einem sicheren, aber etwas eingeschränktem WordPress. Genau, was ich nicht wollte, da hätte ich auch einen Webbaukasten nehmen können. Der Umbau auf einen Standard-Wordpress hat micht dann noch einmal 1 1/2 Stunden gekostet. Also Konzentration!


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